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Alpen-Hahnenfuß

(Ranunculus alpestris ssp. alpestris)

V — VIII Home Gesteinsfluren, Feinschutthalden
5 — 15 cm indigen LC
Ranunculus alpestris
Synonym: Hecatonia alpestris. Hemikryptophyt, sa-alp. Die Krone ist weiß, die Kronblätter sind ausgerandet. Die Grundblätter sind bis zur Hälfte geteilt, 3 — 5-spaltig, glänzend (Lit). Die häufige Art kommt nur im alpinen Naturraum aller entsprechenden österreichischen Bundesländer vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 02.06.1983 Hochkogel im Tennengebirge, Salzburg

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1093. R. alpestris L. (Alpen-H.)
Wurzelstock walzlich, schief oder senkrecht, mit dicken Fasern und oberhalb mit einem Schopfe versehen. Stengel 1 — 6" hoch, aufrecht, vereinzelt oder in kleinen Rasen beisammenstehend, 1 — 2blättrig oder blattlos, einfach und einblüthig, sehr selten 2blüthig, kahl wie die ganze Pflanze. Blätter dicklich, dunkelgrün, glänzend, die grundständigen gestielt, herzförmig-rundlich oder nierenförmig, ungetheilt oder handförmig-gelappt oder gespalten und grobgekerbt, vor der Blüthe entwickelt, die stengelständigen kleiner, lineal oder keilig, ganzrandig, stumpf, mit randhäutig-verbreiterter Basis sitzend, manchmal das untere 2 — 3theilig oder eines oder beide fehlend. Blüthenstiele bei der Fruchtreife gerade. Kronen 6—10''' im Durchmesser, 5blättrig, Blätter verkehrt-herzförmig, manchmal 3 lappig, reinweiss. Früchtchen klein, glatt, kahl, mit einem langen, an der Spitze hakigen Schnabel versehen.
Juni — Aug.


Aendert ab:

  1. Foliis crenatis. Grundständige Blätter rundlich, ungetheilt, ringsum grobgekerbt. Kerben stumpf, ziemlich gleichförmig. Der wahre R. crenatus W. u. K. hat rundlich-schiefeiförmige Blätter mit nach vorne grösseren, spitzeren, nach rückwärts kleiner und stumpfer werdenden Kerben und ist durchaus fleischiger und derber.
  2. Foliis latisectis (R. alpestris Jacq.). Grundständige Blätter im Umrisse herzförmig-rundlich, 3—5lappig oder 3—5spaltig. Lappen vorne eingeschnitten-gekerbt, zuweilen ungetheilte Blätter untermischt und so in die vorige Form übergehend.
  3. Foliis angustisectis. Grundständige Blätter im Umrisse nierenförmig, fast bis zur Basis 3theilig. Mittellappen 3 spaltig, Seitenlappen tief-2theilig. Zipfel zuweilen wieder 2—3spaltig. Dem echten R. Traunfellneri sehr ähnlich, der sich wohl nur durch noch grössere Zartheit aller Theile, besonders der Blattzipfel, die meist nur 0,5" breit sind, unterscheidet.

Auf Kalkfelsen der Alpen, in feuchten Vertiefungen am schmelzenden Schnee und in den Voralpen in allen drei Formen, die var. ß aber vorherrschend. Am Grestenberge, am hohen Nock, am Steyersteg im Bodinggraben, am Pieslingursprung bei Windischgarsten, am kleinen Priel im Vorderstoder, am Schracken, Kirchtag, grossen Priel, am Pyrgas, Warschenegg. Am Traunstein, Schönberg, Dachstein- und Höllengebirge, Schafberg, auch angesiedelt in subalpinen Thälern, z. B. in der Pernerau, Hasel, bei der Lahbergermühle am Eingänge in den Hinterstoder u. s. w."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 353), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 18.03.2026

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